Unterrichtsvorhaben II:
Thema: „Gott, Götter, Götzen – woran soll man glauben?“ Der christliche Gottesglaube im Dialog mit anderen Religionen, Weltanschauungen und Alltagstheorien
Kompetenzen:
Sachkompetenz
Wahrnehmungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- benennen zentrale Kennzeichen der biblischen Rede von Gott,
- beschreiben anhand biblischer und anderer Texte Gottes- und Menschenbilder in ihren dunklen und hellen Seiten,
- unterscheiden das biblische Reden von Gott von anderen Weisen von Gott zu sprechen,
- identifizieren die Frage nach einem verlässlichen Grund des eigenen Lebens und allen Seins als den Hintergrund der Frage nach der Existenz Gottes,
- bestimmen unterschiedliche Zugänge zur Wirklichkeit in ihren Möglichkeiten, Grenzen und Implikationen,<7li>
- beschreiben die christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses durch die Person, die Botschaft und das Leben Jesu Christi,
- beschreiben Jesusbilder in der islamischen und jüdischen Tradition.
Deutungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- deuten unterschiedliche biblische Gottes- und Menschenbilder vor dem Hintergrund ihrer historischen Entstehung und der ihnen zugrunde liegenden menschlichen Erfahrungen,
- erläutern die unterschiedlichen Menschenbilder bzw. Wirklichkeitsverständnisse, welche differierenden Antworten auf die Gottesfrage zugrunde liegen,
- vergleichen die biblische Rede von der Entstehung der Welt und des Lebens mit naturwissenschaftlichen Theorien,
- analysieren Gottesvorstellungen anderer Religionen und setzen sie zur christlichen Vorstellung in Beziehung,
- ordnen den spezifisch christlichen Beitrag in den interreligiösen Dialog ein und veranschaulichen ihn an ausgewählten Themen,
- erläutern Lebensorientierungen und Hoffnungsperspektiven, die sich aus der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und aus dem Glauben an Jesu Auferweckung für Christinnen und Christen ergeben,
- analysieren die biblische Rede von Passion, Kreuz und Auferweckung Jesu und deuten sie als spezifisch christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses,
- stellen christliche Akzente zur Person Jesu im jüdisch-christlich-islamischen Dialog dar,
- erläutern das christliche Verständnis von Freiheit als „Geschenk Gottes“,
- erläutern vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen die Bedeutung und die Bedingungen von Gewissensentscheidungen,
- erläutern Sünde, Schuld und Vergebung am Beispiel von Erfahrungen aus der Lebenswelt,
- erläutern Grundzüge des christlichen Verständnisses von Rechtfertigung unter Rückgriff auf das biblische Zeugnis und Luther.
Urteilskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler
- erörtern den erkenntnistheoretischen Zweifel an der Existenz Gottes,
- erörtern unterschiedliche wissenschaftliche Annahmen zur Erklärung von Religion und Gottesvorstellungen und beurteilen deren Tragfähigkeit und Bedeutung,
- beurteilen die verschiedenen Gottes- und Menschenbilder hinsichtlich der lebenspraktischen Konsequenzen in ihrer Lebenswelt,
- erörtern die Vereinbarkeit der christlichen Rede von der Schöpfung mit naturwissenschaftlichen Theorien zur Entstehung von Mensch und Welt ,
- erörtern die Relevanz der Botschaft von der Auferweckung für den einzelnen Christen bzw. die einzelne Christin, die Kirche und den interreligiösen Dialog,
- erörtern Handlungssituationen, in denen sich die Verantwortlichkeit des Menschen bewähren muss, und beurteilen die möglichen Handlungsoptionen,
- beurteilen die Konsequenzen aus einem unterschiedlichen Verständnis von Sünde, Schuld und Vergebung für das individuelle Leben und die gesellschaftliche Praxis,
- erörtern das christliche Verständnis von Rechtfertigung und die sich daraus ergebenden lebenspraktischen Konsequenzen.
Inhaltsfelder:
IF 2 Christliche Antworten auf die Gottesfrage
IF 3 Das Evangelium von Jesus Christus
IF 1 Der Mensch in christlicher Perspektive
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Die Frage nach der Existenz Gottes
- Biblisches Reden von Gott
- Jesus von Nazareth, der Christus: Kreuz und Auferweckung
- Reich-Gottes-Verkündigung in Tat und Wort
- Der Mensch zwischen Freiheit und Verantwortung
Zeitbedarf: 35 Std.
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